GEGENWIND-SCHNEIFEL

Die Bürgerinitiative GEGENWIND-SCHNEIFEL ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen, denen die Schneifel als einzigartige Naturzone am Herzen liegt.

Was wollen wir erreichen?

Die Initiative und deren Unterstützer befürworten eine durchdachte Energiewende. Aber wir wehren uns gegen langfristige Naturzerstörung in der Schneifel für kurzfristige Subventionsabschöpfung. Daher stellen wir uns dem geplanten Bau von gigantischen Windkraftanlagen auf dem Schneifelrücken entgegen und lehnen einen "WINDPARK SCHNEIFEL" grundsätzlich ab.

I.
Information der Bürger über Planung und Errichtung von Windkraftanlagen und deren negativen Auswirkungen für Natur, Wald und Tierwelt, die hiesige Wirtschaft, die Lebensqualität und die Gesundheit des Einzelnen.
II.
Verhinderung des Baus von gigantischen Windkraftanlagen auf der Schneifel.

Wir sind für:

    → eine vernünftige und nachhaltige Energiewende

    → Einbeziehung der Bürger

    → offene, transparente Informationspolitik

    → einen fairen Umgang aller Beteiligten

    → den Erhalt des Naherholungs- und Urlaubsgebietes Schneifel

    → Schutz der Natur und Tierwelt

 

Wir sind gegen:

    → eine kurzsichtige Energiepolitik

    → eine Null-Informationspolitik

    → eine Bevorzugung der Windkraftbetreiber

    → die Zerstörung von Natur & Landschaft

    → die Gefährdung unserer Gesundheit

Ein Windpark auf der Schneifel ?

Es ist geplant auf und in der Schneifel mindestens 30 Windkraftanlagen zu errichten.
Jede dieser Anlagen hat eine Höhe von 200 Meter und ist damit doppelt so hoch wie der Sendemast am Schwarzen Mann.
Es liegt ein Entwurf des Flächennutzungsplans vor, der die Schneifel als Windkraftgebiet ausweist. Eine politische Entscheidung ist in der Verbandsgemeinde Prüm offiziell noch nicht gefallen. Dennoch werden von Windkraftbetreibern Gutachten erstellt und bezahlt, Windkraftbetreiber verhandeln mit Landbesitzern und Anliegern von potentiellen Standorten, schließen Verträge und bauen sogar im geschützten Gebiet eine Windmessstation auf.
Wir, die Betroffenen, deren Umgebung und Erholungsraum zerstört und industrialisiert wird, erfahren Nichts und sollen offensichtlich vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Die Schneifel ist ein europäisches Schutzgebiet und in der Natura 2000 als FFH (Flora Fauna Habitat)- Gebiet ausgewiesen. In dem zugehörigen Steckbrief heißt es:

“Als Teil einer zusammenhängenden Waldlandschaft sind die Wälder der Schneifel unschätzbare Refugien für störungsempfindliche Tierarten.  Sie beherbergen seltene Arten wie Schwarzstorch, Mittelspecht, Raufußkauz und Wildkatze. Der Tannenhäher hat in der Schneifel einen seiner Verbreitungsschwerpunkte in Rheinland-Pfalz.“

Durch den Bau von fast 200 Meter hohen Windkraftanlagen in der Schneifel wird genau das zerstört, was Windkraft angeblich schützen soll - die Natur.


Wir fordern:

Keine Windkraft im FFH-Gebiet Schneifel !


Wir engagieren uns für

→ den Erhalt der Natur

→ gegen Errichtung von Windenergieanlagen auf dem höchsten Höhenrücken der Eifel

→ gegen eine Zerstörung des Landschaftsbildes der Schneifel

→ für Schutz und Erhalt der bestehenden Naturschutz- und FFH-Gebiete*)

→ gegen die Abholzung großer Waldflächen

→ für Erhalt großer noch zusammenhängender Waldlandschaften**)

→ gegen eine Versiegelung großer Waldbodenflächen 

*)In Ausbau und Plege der FFH-Zone sind in den letzten 25 Jahren bereits viele Steuer- und EU-Gelder und viel ehrenamtliches Engagement investiert worden.

**) Der Flächenverbrauch für die Infrastrukturen der Windkraftanlagen ist enorm. Zur Errichtung von Windrädern müssen Transportwege aus- und neu gebaut werden. Es müssen die erforderlichen Stromtrassen und Hochspannungsleitungen verlegt werden. Im Umkreis von mindestens 100 m um eine Windkraftanlage darf kein Strauch mehr wachsen. Für Wartung und Pflege müssen langfristig Raum und Wege geschaffen werden.

 

Wir wollen, dass ...

... die Flugrouten, Korridore und Rastplätze vieler Zugvögel geschützt werden ! *)

... der Lebensraum der Vogel- und Tierwelt erhalten bleibt ! *)

... die Lebensqualität in der Region erhalten bleibt

... nicht noch mehr Bevölkerung aus der Region abwandert

... nicht große Teile der Schneifel als Naherholungs- und Freizeitgebiet gesperrt werden

... unsere Kinder und Kindeskinder gesund und sicher in der Schneifel leben können **)

 

*) Auf der Schneifel leben viele, teils einzigartige Vogel- und Tierarten, die mitunter stark gefährdet und auf der „Roten Liste“ geführt sind. Dazu zählen insbesondere der Schwarzstorch, Rotmilane, Fledermäuse, Wildkatze und Haselhuhn

**)Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand werden zur Vermeidung von Gesundheitsgefährdungen für Menschen Sicherheitsabstände der Windkraftanlagen zur nächsten Bebauung von mindestens 1.000 Metern bzw. bei Großanlagen - wie die auf der Schneifel geplanten - mindestens vom zehnfachen der Anlagenhöhe, d.h. wenigsten 2.000 Meter empfohlen - das gilt auch für außerhalb gelegene Ansiedlungen.